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1942Die Sparkasse hält den Stammsi...
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19431943

Bildcredit: Robert Maybach

1943
Sparkassen-Feldpost von der Front.
Die Frontbriefe der Sparkasse sind einzigartige Zeugnisse individuell erlebter Geschichte und persönlicher Erlebnisse.

Einen ungewöhnlichen Fundus an Frontbriefen und Postkarten von Mitarbeitern, die als Soldaten an der Front eingesetzt wurden, sind im Sparkassenarchiv an der Promenade aufgehoben.

Sämtliche Schreiben sind an die Belegschaft des Institutes an der Promenade und einzelne ihrer Mitarbeiter gerichtet. Das NS-Regime war sich im Klaren darüber, dass Feldpost für die Soldaten eine wichtige psychologische Funktion erfüllte: Der Kontakt zur Familie, zu Freunden und Bekannten – und damit zu einem Leben jenseits des Krieges – stellte einen unersetzbaren Stabilisierungsfaktor an der Front dar. Die eigentliche Funktion der Feldpostbriefe war daher auch nicht der Austausch von Informationen – vielmehr stand die Aufrechterhaltung der persönlichen Beziehungen und sozialen Netze, hier also mit der großen Sparkassenfamilie, im Fokus.
Gerade die Kenntnis und Verinnerlichung der vorgegebenen Beschränkungen durch die Zensur beeinflussten die Inhalte der Briefe: Nur selten wurden in ihnen Auflehnung oder gar Anklagen gegen die militärische und politische Führung formuliert. Auch die Selbstkontrolle, eine Art Selbstzensur der Soldaten, war limitierend für den Inhalt. So ist bei den Briefen und Postkarten immer wieder die Absicht erkennbar, die Sparkassenfamilie in der Heimat nicht zu sehr zu verunsichern oder zu stark mit den eigenen Sorgen zu belasten.

Sparkassenmitarbeiter Emil Biermayer an die Direktion an der Promenade von seinem Einsatzort an der Ostfront, 4. März 1943.

„Was gibt es im Betrieb Neues und was schreiben die Kriegskameraden? Doch noch alle bei alter Frische? Nun will ich für heute wieder schließen, denn es geht auf den Posten.“