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Bildcredit: Robert Maybach

1906
Sparkasse als erstes Institut mit Heimsparbüchsen.

Kategorie: Impulsgeber

Mit der Ausgabe von Heimsparbüchsen agierte die Sparkasse an der Spitze der Innovationen im Sparwesen und war der Vorreiter Oberösterreichs.

Bereits um 1900 stellte das Heimsparen eine attraktive Sparform dar. Der Vorteil bestand darin, dass man zu Hause kleine Beträge sparen konnten, die dann bei der Sparkasse eingelegt wurden.

Die Sparkasse verlieh ihren Kunden versperrte Sparbüchsen, die nur von einem Sparkassenbeamten geöffnet werden konnten. Hatte der Kunde genug angespart, brachte er seine Sparbüchse zur Sparkasse, um sie zu entleeren. Der Betrag wurde auf seinem Sparbuch gutgeschrieben. Wollte nun der Kunde dieses Sparbuch auflösen, musste er die Sparbüchse zurückgeben – ansonsten blieb ein gewisser Betrag als Sicherheit für die Büchse gesperrt. Bei den jungen Kunden war es ganz ähnlich: Ein Beamter der Sparkasse wurde beauftragt, die Spareinlagen der Schüler an einem bestimmten Tag in einem abgetrennten Raum der Schule entgegenzunehmen. Ein wesentlicher positiver Aspekt bestand hierbei auch darin, dass die Sparkassen auf diese Weise den persönlichen Kontakt zu den Schülern und zur Schule besser pflegen konnten. Die Linzer Sparkasse führte am 1. Dezember 1906 als erstes oberösterreichisches Institut das Heimsparwesen mittels Sparbüchsen ein.

Schul- und Unterrichtsordnung, 29. September 1905, §72

"Es empfiehlt sich, die Kinder gelegentlich über den Wert und die Bedeutung der Sparkassen zu belehren und sie zu fruchtbringenden Anlagen kleinerer Ersparnisse anzuregen."